Tanz

Deutsche Tanzkompanie

Die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz ist unser fester Kooperationspartner in der Sparte TANZ. Sie ist ein über Jahrzehnte gewachsenes und der Stadt Neustrelitz, der Region, dem Land und der Theater und Orchester GmbH eng verbundenes Tanzensemble. Die Kompanie tritt zusammen mit den Ensembles des Musiktheaters und des Schauspiels in Koproduktionen auf und zeigt vor allem ihre eigenen Produktionen. 
Gegründet wurde die Deutsche Tanzkompanie 1991 als privatrechtliche und gemeinnützige Stiftung. Seit Beginn ist diese bundesweit und international ein erfolgreiches Tourneetheater und hat sich zu einem kulturellen Botschafter des Landes Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Deutsche Tanztraditionen werden in Verbindung mit modernem und neoklassischem Tanz in ihrer Relevanz für die Gegenwart theaterwirksam vorgestellt. Die internationale Gruppe aus Deutschland, Japan, Spanien, Chile, Ukraine und Italien bietet ein vielfältiges Repertoireangebot. Im Zentrum ihrer Bemühungen steht die Kommunikation mit dem Publikum. Jeder Tanzabend soll dem Zuschauer Genuss bereiten, mit neuen Formen tänzerischen Gestaltens und Erzählens überraschen und relevante Themen unserer Zeit reflektieren.


Willkommen in der wunderbaren Welt des Tanzes!
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Phönix

Der Phönix – der Wiedergeborene – entspringt einem altägyptischen Mythos. Der legendäre Vogel verbrennt und erschafft sich aus seiner eigenen Asche immer wieder neu. In der Antike und Spätantike mündet die Legende des Phönix in den Mythos der Unsterblichkeit, um schließlich im Christentum zum Sinnbild für die Auferstehung zu werden. Noch heute steht die Redewendung „Wie ein Phönix aus der Asche“ für Menschen, die es geschafft haben, aus sich selbst heraus tiefe Krisen, Leid und Unglück zu überwinden und wie neu geboren, dem Leben wieder mit Mut und Neugier zu begegnen. Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben wohl diverse Tiefpunkte und Erfahrungen des Scheiterns – sei es im Beruf, in der Liebe, den Erwartungen an sich selbst und denen der Anderen. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft scheint der Einzelne mit seinen ganz individuellen Problemen ins Hintertreffen geraten zu sein. Scheitern ist nicht erwünscht, wird belächelt, wenn nicht oft sogar stigmatisiert. Dennoch gelingt es Menschen immer wieder, sich „an den eigenen Haaren aus dem Sumpf“ zu ziehen bzw. wie ein Phönix zu agieren. Und ist es nicht eben „Dieses: Stirb und werde“, das dem Leben seine Größe und Sinn verleiht? 

Die Inszenierung „PHOENIX“ der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz stellt sich dieser faszinierenden, urmenschlichen Eigenschaft, die eigenen Kräfte zu regenerieren, sie zum Schöpferischen hinzutragen und sich immer wieder neu zu erfinden. Eingebettet in ein außergewöhnliches musikalisches Arrangement zwischen Enthusiasmus, Extravaganz und Experiment werden sinnlich expressive Miniaturen zu einem poetischen Tanz- und Theatererlebnis verwoben. 

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DER GESTIEFELTE KATER

Als der alte Müller stirbt, wird das Erbe unter seinen Söhnen aufgeteilt. Der Älteste erhält die Mühle, der Mittlere den Esel und für den Jüngsten bleibt nur der Kater übrig. Er überlegt, ob er sich aus dem nutzlosen Tier ein Paar Handschuhe machen lässt, doch der Kater hat naturgemäß etwas dagegen und ergreift in seiner Not das Wort und zugleich die Initiative. Dem Müllerssohn bleibt nichts anderes übrig, als dem redegewandten Kater zu vertrauen und dieses Vertrauen soll sich auszahlen. Zudem zeigt sich, dass der Kater bestens informiert ist und so besorgt dieser trickreich des Königs Lieblingsspeise und gewinnt diesen damit für sich. Für den Müllerssohn springt ein ums andere Mal ein Sack Gold dabei heraus und der Kater bewegt sich im königlichen Schloss bald so, als wäre er dort zuhause.

Mit einem weiteren Kniff sorgt er dafür, dass aus dem schlichten Müller ein Graf wird und mit ein paar dreisten Drohungen macht er ihn zu einem reichen Mann. Sein Glanzstück aber ist das Überlisten des Zauberers. Der geht dem fintenreichen Kater auf den Leim und verwandelt sich in die von diesem gewünschten Tiere – erst in große und mächtige und dann in dessen Lieblingsbeute – eine Maus. Kaum hat der Kater den Zauberer verschlungen, da kommen der angebliche Graf, der König und seine Tochter die Prinzessin im Schloss des nun für immer verschwundenen Besitzers an. Der König ist beeindruckt, der Prinzessin gefällt der junge Graf nun noch mehr und so ist die Hochzeit beschlossene Sache.

Als der alte König stirbt, wird der als Müllerssohn geborene Graf König und der Kater sein erster Minister. Und das ist kein Zufall, denn vom Ende her betrachtet ist dieses Märchen der Gebrüder Grimm die sehr heutige Erfolgsgeschichte eines Meisters der Anpassung. So als wäre er eine intelligente Flüssigkeit, füllt der Kater jeden Raum der Handlung und nutzt so alle Situationen zu seinem Vorteil.

Dem Stoff ist das Tänzerische geradezu eingeschrieben. Auf die Tänzer*innen der Deutschen Tanzkompanie – inzwischen Experten in Sachen Tanzmärchen –  wartet eine schöne Aufgabe und auf die Zuschauer ein neues humorvolles Tanzabenteuer.

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