Mit Dirigent Christoph Gedschold
Antonín Dvořák: „Der Wassermann“, Sinfonische Dichtung op. 107
Josef Suk: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 27 „Asrael“
Eine sehr finstere Geschichte liegt Antonín Dvořáks 1896 entstandener sinfonischen Dichtung „Der Wassermann“ zugrunde, die von einer Ballade aus Karel Jaromir Erbens Gedichtsammlung „Kytice“ („Blumenstrauß“) inspiriert wurde. Darin wird von einem Mädchen erzählt, das vom Wassermann entführt wird und bald darauf von diesem ein Kind empfängt. Nur unter der Bedingung, das Neugeborene als Gewähr für die eigene Rückkehr zurückzulassen, darf es seine eigene Mutter besuchen…
Als Dvořák 1904 starb, wollte ihm sein Schüler und Schwiegersohn Josef Suk musikalisch ein Denkmal setzen. Er schrieb eine große Sinfonie, die er „Asrael“ nannte. Der Name entstammt der mohammedanischen und jüdischen Mythologie und bezeichnet einen Engel, der die Seelen der Toten ins Paradies begleitet. Die ergreifende Komposition enthält Zitate aus Dvořáks und Suks Schaffen.
Foto © Nikolaj-Lund
07.01.2027
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