Sophie Charlotte

Oper von Torsten Harder über das Leben der Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz

Von Wünschen und Hoffnung

Das Leben von Sophie Charlotte, der Prinzessin zu Mecklenburg-Strelitz und späteren Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Irland, war aufregend. Geboren und aufgewachsen als Tochter des Herzogs Carl Ludwig Friedrich zu Mecklenburg-Strelitz und der Herzogin Elisabeth Albertine in Mirow, einem Ort mit damals gerade einmal 300 bis 350 Einwohnern, zog sie im Alter von nur 17 Jahren nach England, wo sie George III, König von Großbritannien, heiratete und an seiner Seite über ein weltweites Imperium herrschte. In Mecklenburg-Strelitz ist sie heute noch bekannt, wenn auch nicht so populär wie die legendäre Königin Luise.

Der in Neustrelitz geborene Komponist und Cellist Torsten Harder erhielt von der TOG den Auftrag, eine Oper über das Leben dieser bedeutenden historischen Persönlichkeit für das Landestheater Neustrelitz zu schreiben.

Harder machte in jüngster Zeit vor allem durch die Sinfonie „Jesu, meine Freude“ (Uraufführung am 27. Oktober 2018 in der Konzertkirche Neubrandenburg mit der Neubrandenburger Philharmonie dirigiert von Sebastian Tewinkel) und das Musical über den Dichter und Sprachforscher Daniel Sanders „populi potentia –wundert euch nicht“ auf sich aufmerksam. Für ihn bietet das Leben Sophie Charlottes eine Vielzahl von Möglichkeiten, „Geschichten in einer Oper erzählen zu können.“

Sophie Charlotte lebt im beschaulichen Mirow. Sie liebt ihre Familie, Musik, die Menschen und besonders die Pfarrfamilie Leithäuser, bei der sie gerne ohne oder mit ihren Geschwistern Zeit verbringt. Ihr Vater ist gestorben, ihre Mutter sterbenskrank. Colonel Graeme, ein Gesandter des Königs George III. von England, kommt ins Neustrelitzer Schloss und hält in dessen Auftrag um Charlottes Hand an. Nach einigem Hin und Her nimmt Charlotte an und reist nach London, um Queen of England zu werden. Sie wird mit dem König 15 Kinder bekommen und erleben, dass einige ihrer Kinder sterben. Sie liebt Kew Garden, einen Landsitz der Königsfamilie, und bekommt wegen ihrer Liebe zu den Pflanzen den Beinamen „Queen of Botany“. Auch liebt sie ihren Mann und ist beliebt beim Volk. Allerdings wird ihr Mann krank und verändert sich in seinem Verhalten so sehr, dass man ihn als verrückt bezeichnen muss. Er wird als „The Mad King“ in die Geschichte eingehen. Auch Auseinandersetzungen mit ihren heranwachsenden Kindern bleiben nicht aus. So hat Sophie immer mehr zu tragen und zu ertragen. Doch sie hat bis zu ihrem Tod immer den Wunsch und die Hoffnung, ihre Familie glücklich zu sehen.

 


02.04.
Samstag
19:30
Landestheater Neustrelitz
Großes Haus
PREMIERE

Sophie Charlotte

Oper von Torsten Harder über das Leben der Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz

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