Konzertkirche PLUS 2021

Werke von Schostakowitsch und Tschaikowski

RUSSISCHE SEELE

Dmitri Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77  

Peter Tschaikowski: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Angekündigt war eigentlich Mahlers „Auferstehungssinfonie“, doch dieses besondere Event mit über 100 Musikern, Solisten und Choristen hat sich die Philharmonie noch einmal für die „besseren“ Zeiten aufgehoben, in denen Corona nicht mehr über die Anzahl der verkauften Karten bestimmt. GMD Sebastian Tewinkel freut sich, nun ein anderes, äußerst attraktives Programm ankündigen zu können, das im Gegensatz zur Mahler-Sinfonie ohne zusätzliche Kräfte (Gäste) auskommt und eigentlich schon für das Philharmonische Konzert im Januar geplant war. Es erklingen Werke mit „russischer Seele“ – Tschaikowskis Fünfte Sinfonie op. 64 sowie das 1. Violinkonzert op. 77 von Schostakowitsch.

„Völlige Ergebung in das Schicksal oder, was dasselbe ist, in den unergründlichen Ratschluss der Vorsehung…“, so charakterisierte Peter Tschaikowski den Beginn seiner „Fünften“. In einer „Durch Nacht zum Licht“-Dramaturgie gelingt ihm schließlich eine positive Wende. Das eingangs so lastende „Schicksalsthema“ trägt nun sieghafte Züge, verbreitet Lebensfreude pur, der sich auch die Zuhörer nicht entziehen können. Tschaikowskis Fünfte Sinfonie zählt seit langem zu den Lieblingsstücken des Konzertpublikums!

Dmitri Schostakowitschs 1948 vollendetes 1. Violinkonzert harrte sieben Jahre lang seiner Uraufführung. Der Komponist war damals in Folge der sogenannten Formalismus-Debatte politisch unter Druck geraten. Erst mit Einsetzen der „Tauwetter-Periode“ nach Stalins Tod konnte das Werk an die Öffentlichkeit gelangen und wurde bei seiner späten Premiere am 29. Oktober 1955 mit der Leningrader Philharmonie unter Jewgeni Mrawinski euphorisch gefeiert. David Oistrach, der als Solist der Uraufführung, schrieb über das Violinkonzert: „Das Werk zeigt die gleichen Facetten im Talent des Komponisten, die uns in seiner 5. und 10. Sinfonie fesseln – eine fundierte Idee, starke, aber stets zurückgehaltene Gefühle und einen ausgeprägten Personalstil.“

Für den anspruchsvollen Solopart konnte die international renommierte Violinistin Antje Weithaas engagiert werden, die sich der Neubrandenburger Philharmonie seit langem verbunden fühlt und zuletzt 2018 zusammen  mit dem Orchester musizierte. Neben Werken von Mozart, Beethoven und Schumann spielt die Violinistin bevorzugt auch Kompositionen von Klassikern der Moderne, darunter Schostakowitsch.


30.10.
Samstag
19:00
Konzertkirche 
Neubrandenburg
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Werke von Tschaikowski und Schostakowitsch

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