#DigiTOG – Digitale TOG

Antike-Baukasten

Um das Internet auch als theatralen Möglichkeitsraum zu erforschen, bieten wir Ihnen in der Spielzeit 2020/21 erstmals eine vollständig digitale Inszenierung ­­- eine Weltpremiere Sie wie für uns! Mit unserem „Antike-Baukasten“ laden wir sie ein, uns auf eine Reise in die griechische Mythologie zu folgen. 

Eine kleine „Blackbox“ wird zum Spielraum für bekannte Figuren der griechischen Tragödie: Ödipus, Antigone, Iphigenie oder Narziss berühren uns nicht nur durch ihre extremen Schicksale, sondern erinnern in ihrer Vereinsamung auch an unsere aktuell geteilten Erfahrungen. Zugleich kann uns die universelle Kraft des Mythos an die ewige Wiederkehr von Krisen und deren Überwindung erinnern.

Dabei wollten wir Ihnen ganz bewusst kein ‚fertiges Produkt‘ wie eine online abrufbare Aufzeichnung anbieten, sondern die Notwendigkeit ins Internet auszuweichen, auch als eine Chance begreifen, die Möglichkeiten digitaler Inszenierungspraxis auszuloten. So ist aus dem digitalen „Antike-Baukasten“ ein mythologischer Abenteuerspielplatz geworden, auf dem sie sich selbst nach Herzenslust umsehen und neue Verbindungen zwischen den Figuren entdecken können.

Trotz allen Einschränkungen dürfen Sie also gespannt sein – wir sind für sie da!

Konzept ANTIKE-BAUKASTEN:
Tatjana Rese, Joris Löschburg, Gregor Edelmann

Online verfügbar
ab dem 22.08 unter:
antike-baukasten.tog.de

#prinziphoffnung

Gerade in undurchsichtigen, ja schweren Zeiten lohnt manchmal der Blick durch ein „utopisches Fernrohr“. Der Philosoph Ernst Bloch (1885-1977) widmete dem vorausschauenden Denken der Menschheit sein dreibändiges Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ Je weitreichender aber die Probleme erscheinen, die sich unserem Blick auf die Gegenwart eröffnen, desto wichtiger ist es, dass wir uns zusammentun, um gemeinsam über Lösungen nachzudenken. 

Unter dem Titel #prinzip hoffnung empfangen die Schauspieldirektorin Tatjana Rese und der Dramaturg Joris Löschburg alle zwei Wochen einen Gast aus der Kulturszene, um über Chancen und Gefahren der aktuellen Entwicklungen zu sprechen. Dabei soll es nicht nur um die unmittelbaren Auswirkungen der aktuellen Krise für Kunst- und Kulturschaffende gehen, sondern auch um jene „großen Fragen“, die sich aus dieser ergeben: Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben? Was für eine Gesellschaft wünschen wir uns? Welche Rolle kann das Theater dabei spielen und welche kulturellen Angebote wünschen wir uns?

Der Begriff der Hoffnung steht dabei nicht für eine naive oder gar passive Grundhaltung, sondern für ein Denken, welches den kritischen Blick auf die Gegenwart immer wieder mit Entwürfen einer lebenswerten Zukunft verbindet. 

Neben gesellschaftlich weitreichenden Themen sollen die Gäste auch zu ihren ganz persönlichen Ängsten, Träumen und Wünschen befragt werden. Mit dem Podcast #prinzip hoffnung möchte die TOG zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen, über die Zeit nach der Krise nachzudenken, zu träumen und zu diskutieren.

Schubert. Eine poetische Installation

In Zeiten massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens wollen wir als KünstlerInnen der Theater und Orchester GmbH (TOG) und der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz (DTK) spartenübergreifend ein besonderes Zeichen setzen, welches den Stillstand und das Innehalten im Kunst- und Kulturbetriebes erlebbar macht. Der zweite Satz aus Schuberts Quartett „Der Tod und das Mädchen“, vertanzt von Solistinnen und Solisten der DTK, wird mit zwei Schubert-Liedern gesungen von Sängern der TOG, und mit Texten, vorgetragen von einer Schauspielerin der TOG, eingefasst und angereichert.Die Begleitung der Schubert-Lieder wird hierzu eigens von Uwe Christian Müller neu arrangiert. Das Videoprojekt ist ein nachdenkliches und zugleich euphorisches Statement! Durchgeführt und gefilmt wird diese Komposition unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen ohne Zuschauer in der Konzertkirche Neubrandenburg am 3. Juli 2020. Dieses Format wird ab Mitte Juli 2020 zunächst als Video auf der Homepage und allen sozialen Medien beider Institutionen verfügbar sein. 

Beteiligte:

Streichquartett der Neubrandenburger Philharmonie:
Darius Kaunas, Friederike Jahn, Christine von der Groeben, Uwe Christian Müller

Musiktheater der TOG:
Sebastian Naglatzki „Gute Nacht“ / Iuliia Tarasova „An die Musik“

Schauspiel der TOG:
Lisa Scheibner, Karin Hartmann

TänzerInnen der DTK:
Nicola Clarissa Gehring, Mai Förster, Alicia Altea Mallor Hoya, Mikel Larrabeiti, Philipp Förster

Choreograf:
Lars Scheibner

Kamera und Videobearbeitung:
Urte Kaunas

Ton:
Sebastian Paschen (TOG)

Beteiligte der Technik, Kostüm und Maske der TOG und der DTK.

Lichtkunst
am Landestheater Neustrelitz 

Interaktives Theater

Lichtkunst am Landestheater Neustrelitz:
die lebendige Theater-Fassade!

Der Physiker Dr. Marcus Doering (Label PMD-ART) und der Beleuchtungsmeister Eric Wegner (Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz) haben in den letzten Wochen daran gearbeitet, das Portal des Landestheaters Neustrelitz lebendig zu machen.

Sie haben eine interaktive Videoprojektion auf der Fassade des Hauses gestaltet. Dabei gehen Bewegung und Lichtkunst ein Arrangement ein:

 

Wenn sich Zuschauer auf dem Vorplatz des Theaters bewegen, gehen, laufen, springen, dann verändern sie aktiv die Projektion auf dem Portal. Die beiden wollen mit diesem Projekt in Zeiten der coronabedingten gravierenden Einschränkungen des Theaterbetriebes allen Theaterfreunden eine lichtdurchflutete Freude auf dem Vorplatz des Landestheaters bieten.

Noch ist das Format in Arbeit. Es gibt einige öffentliche Proben zwischen 22 und 23 Uhr auf dem Theatervorplatz, um die  Feinjustierung vornehmen. Termine werden bekannt gegeben. Besucher sind willkommen. Um den notwendigen Abstand wird gebeten und gesorgt. 

WIR BLEIBEN LEBENDIG!

Kleine Kunst im Stream

Auch an uns gehen die Folgen der aktuellen Corona-Pandemie nicht spurlos vorüber: Den massiven Einschränkungen unseres Proben- und Spielbetriebs wollten wir aber nicht nur tatenlos zuschauen, sondern zumindest ein wenig Theatermagie entgegenhalten. Deshalb haben wir bereits im März 2020 die Reihe „Kleine Kunst im Stream“ initiiert. Künstler*innen aus allen Sparten des Hauses haben über 60 Beiträge erstellt, die für Sie in einer Mediathek bereitstehen.